Miete erhöhen

Wann darf der Vermieter die Miete erhöhen?

Für eine Mieterhöhung kann es verschiedene Gründe geben und es ist auswirtschaftlichen Gründen zwingend notwendig, von Zeit zu Zeit Mietanpassungen durchführen zu können. Den gerade Kapitalanleger versäumen oftmals eigene Rendite, weil Sie sich damit nicht beschäftigen.

Arten

  1. Die Mieterhöhung wegen Modernisierung: Der Vermieter hat Bauarbeiten durchgefürt, die für die Wohnung zugutegekommen sind. Die Kosten muss er wieder hereinholen . Denn bei einer Modcrnisicrung muss Sie mindestens drei Monate vor Beginn der Arbeiten informieren. Und die neue Mieter muss frühestens drei Monate nach Abschluss der Maßnahmen zahlen .
  2. Die Mieterhöhung, weil die Nebenkosten gestiegen sind : Das spielt nur dann eine Rolle, wenn der Mieter eine Nebenkostenpauschale zahlt. (§ 560 BGB). Sie als Vermieter müssen genau vorrechnen und vorlegen. Ergibt sich daraus eine höhere Pauschale, der Mieter muss aber erst in Zukunft zahlen .
  3. Die Standard-Mictcrhöhung: Der Vermieter möchte einen höheren Erlös erzielen und fordert daher mehr Geld.

Bei der Standardmieterhöhung gibt es drei Möglichkeiten. Weiche für Sie in Frage kommen, geht aus Ihrem Mietvertrag hervor.

Haben Sie eine Staffelmiete vereinbart, können Sie schon dem Mietvertrag entnehmen, ab wann der Mieter wie viel Miete zahlen muss. Doch muss jede Stufe mindestens ein Jahr unverändert bleiben. Hie ist aber eine Erhöhung wegen Modernisierung nicht Möglich, aber wegen gestiegener Betriebskosten.

Haben Sie eine Indexmiete vereinbart, dann ist die Miete an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten gekoppelt. Wenn die steigen, darf die Miete erhöht werden um den gleichen Prozentsatz. Sie als Vermieter, müssen Sie sich darum kümmern, d.h. den Index der Lebenshaltungskosten abfragen und informieren, wenn Sie die Miete erhöhen wollen. Dabei müssen Sie alle nötigen Informationen zur Verfügung stellen: die Höhe der bisherigen Miete,
die Höhe der neuen Miete, den alten Indexstand und den neuen Indexstand. Die Zahlen werden vom Statistischen Bundesamt erfasst und veröffentlicht. Hier müssen Sie eine Zwölfmonatsfrist einhalten, erst dann dürfen Sie ein Schreiben mit der Erhöhung schicken. Was in der Praxis bedeutet: Die Miete bleibt mindestens 15 Monate unverändert.

Haben Sie eine „Ortsübliche Vergleichsmiete“ vereinbart, dann müssen Sie die Miete ständig anpassen, das an Ihrem Ort für vergleichbare Objekte üblich ist. Weiterhin ist zu beachten, dass die miete innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 15% erhöhen darf („Kappungsgrenze“). Hier müssen Sie auch eine Zwölfmonatsfrist einhalten, erst dann dürfen Sie ein Schreiben mit der Erhöhung schicken. Was in der Praxis bedeutet: Die Miete bleibt mindestens 15 Monate unverändert.